Referenzberichte in der Architektur-Kommunikation

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Erstellt: 20.10.23 Aktualisiert: 08.03.26 Lesezeit: 3 Minuten
Ein modernes Gebäude mit Glas und weißen Fliesen. Kunstvolle Deckengestaltung mit scharfen, kantigen Linien.

Auf einen Blick

  • Referenzberichte sind das wichtigste Kommunikationsinstrument für Bauprodukthersteller, um Architekt:innen zu erreichen und Interesse am Unternehmen zu wecken.
  • Gute Referenzen brauchen mehr als Fotos und Pläne: Geschichten, Anekdoten und Feedback der Beteiligten wie Planer:innen oder Bauherr:innen machen Projekte einzigartig.
  • Kanalgerechte Aufbereitung über LinkedIn, Instagram und Co. ist entscheidend. Wer Social Media nicht regelmäßig und professionell bespielt, verliert Reichweite und Relevanz.
  • Individuelles Material sammeln, Kontakte zu Projektbeteiligten pflegen und Inhalte zielgruppengerecht ausspielen: Das ist die Basis für erfolgreiche Architektur-Kommunikation.
Inhaltsverzeichnis

    Nutzt maximal viele und vor allem gute Referenzen. Es ist die eine wichtige Sache, wenn wir über Architektur kommunizieren wollen. Eure Referenzen entscheiden über das Interesse an Eurem Unternehmen. Gut aufbereitet, sind sie die erste Anlaufstelle für alle Interessierten, die auf Eure Website kommen. Es lohnt sich immens in die Präsentation der Best Practices zu investieren. Und ganz nebenbei ist es der beste Anlass, um mit Architekturbüros Kontakt aufzunehmen.

    Nutzen & Perspektivwechsel

    Für Architekt:innen hat gute Architektur mit Qualität und Sehgewohnheiten zu tun. Wie steht der Bau beispielsweise im Stadtraum, zu seinen Nachbargebäuden? Wie sehen die Fassaden aus; welche Materialien wurden eingesetzt? Wie ist das Haus statisch konstruiert? Und hat es den richtigen Maßstab zum Menschen? Für solche und viele weitere Kriterien haben Architekt:innen einen geschulten Blick und halten höchstens aus Respekt mit ihrer Meinung hinterm Berg.

    Wie kann man Referenzen am besten präsentieren? Am einfachsten scheint es, wenn das federführende Architekturbüro weltweit bekannt ist. Dann ist auch das Gebäude bald in aller Munde. Der Klassiker dazu setzt sich bisher zusammen aus Fotos, Planmaterial und Textbeschreibung. Aus unserer Sicht ist damit sozusagen das Basiscamp auf dem Weg zum Gipfel erreicht: Damit lässt sich weiterarbeiten.

    Was fehlt, ist das Feedback der Beteiligten: Planer:innen, Fachplaner:innen, Bauherr:innen, Be- und Anwohner:innen, etc. … Es gibt immer eine Geschichte zum Bauprozess, eine Anekdote aus der Baupraxis, ein Detail, wodurch sich das Projekt von anderen Gebäuden absetzt. Das Einmalige in jedem Haus zu entdecken und ins richtige Licht zu setzen, ist zeitaufwändig und fantastisch spannend.

    Die Klaviatur der Kanäle

    Vor wenigen Wochen fragten wir uns im hej.build Team wie lange es wohl noch dauern wird, bis die Baubranche den Social Media Kanal, TikTok, für sich entdeckt. Da sich die gleiche Frage vor wenigen Jahren auch im Bezug auf Instagram und Facebook stellte, glauben wir die Antwort zu kennen. Digitale Kommunikation beginnt in Social Media und jede Plattform hat ihre Berechtigung. LinkedIn, Instagram und Co. nicht kanalgerecht zu bespielen, heißt gleichzeitig weniger Follower:innen im Netz, weniger Besucher:innen auf der eigenen Website, weniger Interesse an der Firma. In vielen Branchen ist diese Nachricht bereits angekommen – in der Baubranche kommt sie langsam an.

    Unser Tipp: Nehmt die Kanäle ernst und sorgt dafür, dass sie richtig und regelmäßig genutzt werden. In anderen Branchen gibt es ganze Teams, die sich um die digitale Wahrnehmung und Kommunikation nach außen kümmern. Was alle Kanäle eint – logisch: gute Referenzen.

    Sauber kommunizieren

    Wer gutes und individuelles Material zu seinen Referenzen gesammelt hat und mit den wichtigen Personen zum Projekt in Kontakt steht, hat die perfekte Voraussetzung geschaffen, um seine Referenzen optimal nach außen zu kommunizieren. Alle Informationen kanalgerecht aufzubereiten, ist dann der finale Schritt. Die Möglichkeiten sind so vielfältig, wie die Adressat:innen, weshalb es notwenig ist das eigene Unternehmen genau zu kennen und zu wissen, welche Botschaften an die Zielgruppen gesendet werden sollen. Im Detail ...? Schreiben Sie uns an, wir freuen uns auf neue Herausforderungen ... »Cause, there ain't no mountain high enough«.

    Häufige Fragen zum Artikel

    Wie komme ich an authentisches Feedback von Architekt:innen und Bauherr:innen für meine Referenzberichte?
    Der beste Zeitpunkt ist kurz nach Projektabschluss, wenn die Beteiligten noch im Thema sind. Vereinbart ein kurzes, strukturiertes Interview (15-20 Minuten) mit konkreten Fragen zu Herausforderungen, Lösungen und besonderen Details. Wichtig: Fragt nicht nach Lob für euer Produkt, sondern nach der Geschichte des Projekts. So entstehen glaubwürdige Zitate, die Kolleg:innen in der Branche wirklich interessieren.
    Wie bereite ich eine Referenz kanalgerecht auf, ohne fünfmal den gleichen Inhalt zu produzieren?
    Denkt in einem modularen Content-System: Sammelt zuerst alle Bausteine wie Fotos, Zitate, technische Details, Anekdoten und Pläne. Aus diesem Pool lassen sich dann formatgerecht unterschiedliche Inhalte ableiten, etwa ein Karussell-Post mit Detailfotos für Instagram, ein Fachbeitrag mit Planer:innen-Zitat für LinkedIn und eine ausführliche Projektseite für die Website. Jeder Kanal bekommt so seinen eigenen Zugang zum Projekt, ohne dass Inhalte einfach kopiert werden.
    Wie viele Referenzen sollte ein Bauprodukthersteller pro Jahr aufbereiten, um relevant zu bleiben?
    Eine pauschale Zahl gibt es nicht, aber eine Faustregel: Lieber weniger Referenzen richtig gut aufbereiten als viele oberflächlich. Für die meisten Hersteller sind vier bis sechs sorgfältig erzählte Referenzen pro Jahr ein realistisches Ziel, das genug Content für alle Kanäle liefert. Entscheidend ist die Regelmäßigkeit, nicht die Masse.
    Unsere Referenzprojekte sind oft nicht von bekannten Architekturbüros geplant. Lohnt sich der Aufwand trotzdem?
    Auf jeden Fall. Gerade bei weniger bekannten Büros steckt oft eine besonders erzählenswerte Geschichte im Projekt, etwa eine ungewöhnliche Nutzung, ein kniffliges Detail oder ein besonderer regionaler Bezug. Architekt:innen interessieren sich primär für die Qualität der Lösung, nicht für den Namen auf dem Stempel. Zusätzlich baut ihr euch durch die Zusammenarbeit ein Netzwerk auf, das über das einzelne Projekt hinaus wertvoll ist.
    Wer im Unternehmen sollte sich um die Erstellung von Referenzberichten kümmern?
    Im Idealfall arbeiten Vertrieb, Marketing und eine externe Redaktion zusammen. Der Vertrieb kennt die Projekte und Ansprechpartner:innen, das Marketing steuert Strategie und Kanäle, und eine auf Architekturkommunikation spezialisierte Redaktion sorgt für die fachliche Tiefe und Qualität der Inhalte. Ohne klare Zuständigkeit bleibt das Thema Referenzen in der Praxis fast immer liegen.